Montag, 20. August 2012

Rezension - Töchter des Mondes von Jessica Spotswood

Bild: Egmont INK
(Link vom 08.01.2013)
Die Geschichte "Töchter des Mondes" spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Die Hexen wurden von den Brüdern besiegt, die nun gegen jegliche Magie vorgehen und die "sündigen" Frauen unterdrücken. Jedes 17-Jährige Mädchen muss in seiner Absichtsbekundung entweder den zukünftigen Ehemann nennen oder der Schwesternschaft beitreten.  

Cate wird bald 17 und steht unter Druck, denn ihre Absichtsbekundung naht. Doch sie will ihre Schwestern Maura und Tess nicht alleine lassen, denn alle drei sind Hexen und Cate besitzt sogar die Fähigkeit, Gedankenmagie auszuüben. Die Mutter der drei ist schon lange tot und war auch eine Hexe. Schließlich findet Cate einen Brief und das Tagebuch ihrer Mutter. Hier erfährt sie zu ersten Mal von der Prophezeiung, dass 3 Schwestern die Hexen wieder zur Macht verhelfen oder ihr Ende für immer herbeiführen. Cates Mutter war überzeugt, dass ihre Töchter, die Schwestern aus der Prophezeiung sind.
Dann verliebt sich Cate auch noch in den Buchhändler Finn, dessen Buchladen auch auf dem Index der Brüder steht und von diesen streng beobachtet wird.

Töchter des Mondes hat vor allem am Anfang einige Längen bis sich der Leser in die Geschichte rein findet. Cate selbst wird hauptsächlich durch die großen Sorgen um ihre Schwestern und um ihre Zukunft charakterisiert. Natürlich ist dies eine lobenswerte Eigenschaft, aber auf Dauer auch etwas anstrengend. Erst später, wenn sie Finn etwas näher kommt, lernen wir noch eine andere Seite von ihr kennen. Generell wird alles aus Cates Sicht erzählt; ich nehme an, in den nächsten Büchern wird jeweils eine andere Schwester die Erzählung übernehmen.

Tess und Maura lernt der Leser nicht so gut bzw. nur aus Cates Sicht kennen. Tess ist die Vernünftigere der beiden, obwohl sie das Küken ist. Maura ist impulsiv und eher kindischer und auch sehr unglücklich mit dem zurückgezogenen Leben.

Die Brüder sind erst die Hauptbösewichte, die die Frauen als schwach und sündig und dem Mann untertan ansehen. Doch auch die Hexen sind sehr skrupellos und tun alles, um ihre Ziele durchzusetzen. Am Ende hätte ich mir in Bezug auf Finn eine andere Reaktion von Cate gewünscht und generell ein anderes (vorläufiges) Ende. Das hat mich nicht zufrieden gestellt.
Die Liebesgeschichte zwischen Finn und Cate nimmt in der Story keine so große Rolle ein und hat auch (vorerst) kein Happy End (was für mich persönlich ein Muss ist).

Fazit: Töchter des Mondes hat eine interessante Grundidee, jedoch auch einige Längen in der Story. Die Liebesgeschichte (vor allem das Ende) konnten mich nicht richtig überzeugen. Daher 3/5 Punkten.



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