Donnerstag, 20. September 2012

Rezension - Kein Lord wie jeder andere von Jennifer Ashley

Bild: Egmont Lyx
(Link 07.01.13)
Beth Ackerley kommt aus armen Verhältnissen und arbeitete jahrelang als Gesellschafterin für eine ältere Dame. Als diese stirbt, vermacht sie Beth ihr Vermögen.
Nun möchte die junge Witwe wieder heiraten, doch Ian Mackenzie enthüllt ihr, dass ihr Verlobter viele Geliebte hat und nur auf ihr Geld aus ist. Ian selbst fühlt sich zu Beth hingezogen, doch er und seine Brüder sind überall in der Gesellschaft für ihre Skandale bekannt, vor allem Ian. Dabei leidet dieser an Autismus und versteht oft die Gefühle anderer Personen nicht. Das macht ihn sehr direkt in seiner Art. Zudem vergisst er nie ein gelesenes oder gehörtes Wort und kann dies auch jahrelang später noch Wort für Wort wiederholen. 
Auch Beth findet Ian sehr attraktiv, doch als er ihr nach kaum 10 Minuten einen Heiratsantrag macht, glaubt Beth, dass Ian Mitleid mit ihr hat und lehnt daher ab.

Sie löst ihre Verlobung und geht nach Paris um abzuschalten. Doch Ian folgt ihr und die beiden beginnen eine heiße Affäre. Ian möchte mehr und er möchte Beth vor allem schützen vor einem hartnäckigen Inspektor, der Ian unbedingt zwei Morde nachweisen will und nun auch Beth belästigt.
Doch die zwei Morde scheinen sowohl Beth als auch Ian keine Ruhe zu lassen.

Ich fand die Geschichte einfach wundervoll. Ian ist einfach ein bisschen anders, wobei das Wort Autismus mit keinem Wort erwähnt wird, weil diese Krankheit zu dieser Zeit noch nicht bekannt war. Die direkte Art von ihm hat mir sehr gut gefallen und auch seine Faszination von Beth, wenn er z.B. ewig mit einer Haarlocke von ihr spielen will. Ian hat auch manchmal Wutanfälle; diese sind jedoch nie gegen Beth gerichtet.
Der Leser lernt auch die anderen Mackenzie Brüder kennen, die alle sehr sympathisch und alle ein bisschen anders und skurril sind.
Beth liebt Ian trotz seiner eigenen Art sehr, auch wenn er ihr gegenüber sagt, dass er gar nicht weiß, wie sich Liebe anfühlt.

Die Morde und die Hartnäckigkeit des Inspektors sorgen für Spannung und am Ende wird es sogar noch mal richtig dramatisch.

Fazit: Wunderschöne Liebesgeschichte mit einem etwas anderem Helden, uneingeschränkt empfehlenswert, 5/5 Punkten.



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