Montag, 16. September 2013

Rezension - Auf & Davon von Madeleine Urban, Abigail Roux

Cover: Dreamspinner
Erschienen: August 2013 bei Dreamspinner
Ausgabe: ebook
Seiten: 502

ISBN: 978-1-935192-24-4
Buch: 6,99 Dollar
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Auf & Davon ist der erste Teil der homoerotischen "Cut & Run" Serie um die FBI-Agenten Ty Grady und Zane Garrett, welcher im Original schon etliche Teile umfasst.





Ein Serienmörder geht in New York um, der sich anscheinend vollkommen willkürlich eine Opfer aussucht und diese auf unterschiedlichste aber immer grausame Weise ermordet. Als ihm auch 2 FBI-Agenten zum Opfer fallen, bekommt der Fall höchste Priorität. 
Ty Grady hält nicht viel von Regeln, ist dafür aber ein genialer Undercover-Agent, dessen letzte Mission total schief ging. Er soll mit seinem neuen Partner Zane Garrett in dem Fall ermitteln. Die beiden können sich auf den ersten Blick nicht leiden, denn Zane ist überaus korrekt und hält sich penibel an die Regeln. Doch der Mörder hat schon einmal bewiesen, dass er auch bereit ist, seine Verfolger direkt anzugreifen...


Auf & Davon hat sich für mich nach einer guten Mischung angehört: Einmal viel Spannung durch die Jagd nach einem Mörder und zwei Männer, die gegensätzlicher nicht sein könnten und die sich trotzdem ineinander verlieben.

Leider hat mich gerade die Liebesgeschichte nicht so wirklich überzeugt. Es waren einfach zu viele Zwischentöne und Herzschmerz, den die beiden Autorinnen da eingebaut haben. Auch die Charakterisierungen der beiden ändern sich ständig: Anfangs ist Ty derjenige, der sich nicht an die Regeln hält und immer einen frechen Spruch auf Lager hat, während Zane der ewig korrekte ist. Doch Zanes Auftreten ist nur Fassade um den Schmerz über den Tod seiner Frau und noch diverse andere Probleme zu verstecken. Und oh Wunder, auch Tys Verhalten ist nur Fassade; in Wirklichkeit ist auch sein freches Verhalten nur eine Art Maske, die er trägt.
Und schon machen die beiden charakterlich einen U-Turn. Nachdem sie zum zweiten Mal nach mehreren Monaten Pause auf den Fall angesetzt werden, ist Zane derjenige, der trinkt, Drogen nimmt und sich nicht um sein Leben schert während Ty derjenige ist, der im ordentlichen Anzug auftaucht und sehr ruhig und gefasst auftritt.
Auch in der "Beziehung" der beiden geht es drunter und drüber: Mal gibt es heißen Sex, mal brüllen sich die beiden an oder prügeln sich sogar.

Auf Dauer der 500 Seiten war mir das einfach zu anstrengend. Ich bin ja froh, wenn es keine "Friede-Freude-Eierkuchen" Geschichte ist, aber eine gewisse Kontinuität, sei es im Charakter einer Person oder in der Beziehung, also irgendwo ;-) wäre schon wünschenswert.

Dafür fand ich den Kriminalfall sehr spannend und kreativ und den Mörder hatte ich nie wirklich in Verdacht.


Das ständige Auf & Ab sowohl beim Charakter der Hauptpersonen als auch in der Beziehung der beiden ist mir irgendwann leicht auf die Nerven gegangen und wurde für mich auch irgendwann etwas unglaubwürdig. Bei 500 Seiten passiert das schon mal, wenn gar keine Kontinuität vorhanden ist. ;-P

Trotzdem verstehen Ty und Zane als Gegensätze schon den Leser auf bestimmte Art zu fesseln, ich vergebe 3/5 Sternen.



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