Montag, 2. September 2013

Rezension - Irgendwie anders von Chris P. Rolls


Erschienen: September 2012
Ausgabe: ebook
Seiten: ca. 150

Buch: 3,99 EUR
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Irgendwie anders dürfte ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen und mir hat die Gay Erotic Romance sehr gut gefallen (genau wie übrigens meinen Mitlesern)!


Mark hat die Nase von Beziehungen voll und so hat er auch kein größeres Problem damit, eine Wette seines Freundes Alex anzunehmen: 30 Mal Sex mit 30 unterschiedlichen Männern in einem Monat! Nur hat er nicht damit gerechnet, dabei auf einen ganz besonderen Mann zu treffen...


Mark ist 24 und arbeitet erfolgreich in einer Werbeagentur. Er ist sehr selbstbewusst und weiß, dass er bei Männern gut ankommt. So hat er auch kein Problem mit der Wette. Vor allem am Anfang wirkte Mark etwas arrogant, das änderte sich jedoch zum Glück schnell. Denn er lernt auf einer Party "Nummer 15" kennen, einen süßen Typ, der jedoch etwas schüchtern wirkt. Umso entsetzter ist er, dass dieser noch nicht so viele Erfahrungen mit anderen Männern hat. Doch trotzdem verbringen die beiden nach einigen Anfangsschwierigkeiten eine so heiße Nacht zusammen, dass Tim Mark nicht mehr aus dem Kopf geht. Man merkt, dass Mark, fast gegen seinen Willen, Gefühle für Tim entwickelt, doch die Autorin hält noch einige Missverständnisse bereit. Dabei geizt sie nicht mit schönen erotischen Szenen zwischen den beiden, die von viel Zärtlichkeit geprägt sind und die ich wirklich schön und toll beschrieben fand. Erdbeeren bekommen dabei gegen Ende eine ganz besondere Bedeutung, an die ich bestimmt noch länger denken werde ;-D

Irgendwie anders ist eine sehr schöne romantisch-erotische Liebesgeschichte zwischen Mark und Tim. Der Titel passt übrigens sehr gut, denn genau, dass ist Tim am Anfang für Mark: Mit ihm ist alles "irgendwie anders" und zwar "irgendwie gut anders"



Vielen Dank an die Autorin Chris P. Rolls und an Lovelybooks für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



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Kommentare:

  1. Ich fand Mark in der einen Szene brutal und übergriffig. Das war nach meiner Meinung Nötigung und Freiheitsberaubung. Das mag Tim ihm ja verziehen haben, ich der Autorin aber nicht. Über solche Szenen gehen mir die Autorinnen und Leserinnen oft zu glatt und bedenkenlos hinweg. Ich möchte nicht von jemanden in seiner Wohnung eingesperrt und bedrängt werden. Ich möchte nicht um Freiheit betteln müssen, auf die Gnade des anderen angewiesen sein. Das Buch ist stellenweise romantisch, ja, aber mit dieser Beinahevergewaltigung am Anfang ist es absolut kein romantisches Buch und das Unrechtbewusstsein von Mark hielt sich auch in Grenzen. Ich habe nichts gegen die Szene an sich, aber ich habe etwas gegen die Beiläufigkeit, mit der im Buch darüber hinweg gegangen wird, als wenn es eine Nichtigkeit ist, dass Mark Tim wirklich sehr hart packt und zu ihm sagt: "Stell dich nicht so an!" (Das zitiere ich gerade aus der Erinnerung, bitte leg mich jetzt nicht auf den genauen Wortlaut fest). Als gäbe es ein gesetzlich verbrieftes Recht, dass, wenn ein Schwuler einen One Night Stand mit nach Hause nimmt, dieser Mann dann auch sexuelle verfügbar ist, es sich nicht anders überlegen darf, er dann hart angepackt und verbal heruntergeputzt werden darf.

    Sind wir zu routiniert in der Lektüre von Liebesromanen, in denen solche Szenen gar nicht so selten vorkommen und wir finden das dann gar kein bisschen problematisch? Eine vom Helden zerknirscht hervorgebrachte Entschuldigung und alles ist wieder gut?

    Ich möchte darüber nicht mehr hinweg gehen. Ich habe das in meiner Rezension zum Buch angesprochen und bin sehr neugierig, wie du selbst diese Szene empfunden hast und weshalb sie für dich kein Problem dargestellt hat (sonst hättest du sie in deiner Rezension ja erwähnt, oder?)

    Liebe Grüße
    Heather

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  2. Hallo Heather,

    ja, ich kann verstehen, dass du die Szene nicht schön fandest und ich musste im ersten Moment auch erstmal schlucken. Doch für mich persönlich kam die Wendung in Marks Verhalten (zum Glück) relativ schnell, als er gemerkt hat, dass Tim wirklich Angst hat. Und da Tim seine Entschuldigung auch akzeptiert, war das für mich OK und von daher habe ich die Szene nicht so schlimm empfunden wie du.

    Ich denke, dass es jeder natürlich ein bisschen anders empfindet, auch wenn man sowas, da gebe ich dir Recht, nicht verharmlosen sollte.

    Liebe Grüße
    Desiree

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  3. Liebe Desiree,

    ja, Mark war am Ende der Szene sehr süß zu Tim, das hat mich schon berührt. Dennoch ist mir unangenehm aufgestoßen (und das bekomme ich nicht aus meinem Kopf), dass Mark nur deshalb so zartfühlend wurde, weil Tim noch so unbedarft war. Hätte ein erfahrenerer potentieller Sexpartner nicht das Recht gehabt, es sich jederzeit anders zu überlegen? Doch! Vor einigen Jahren hätte ich mich wahrscheinlich mit der zärtlichen Wendung zufrieden gegeben, heute finde ich, dass die Autorin das Thema sexueller Übergriff, nachdem sie es selbst ins Spiel gebracht hat, zu schnell hat wieder fallen lassen. Mark ist mir zu "billig" davon gekommen.

    Ich will mich jetzt aber nicht trollig in das Thema verbeißen. In Irgendwie Top habe ich mich ein bisschen mit Mark versöhnt, fand ihn liebenswerter und dort waren Tim und er ein süßes Paar.

    Liebe Grüße
    Heather

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