Samstag, 19. Oktober 2013

Rezension - Himmlisch verliebt von Annette Weber

Bild: carlsen impress
Erschienen: September 2012 bei carlsen impress
Ausgabe: Ebook
Seiten: 134

ISBN: 978-3-8025-8637-8
Buch: 2,99 EUR
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Himmlich verliebt ist ein Jugendroman ab 12 Jahre. Dementsprechend ist manchmal die Sprache auch etwas "jung" für meinen Geschmack, auch wenn ich sonst sehr gerne YA-Romane lese.


Lilith ist ein Engel der 2. Stufe und ist dafür zuständig, die Neuankömmlinge im Himmel zu betreuen. Ihr größter Wunsch ist es in die 1. Stufe aufzusteigen und endlich als Schutzengel auf einen Menschen aufpassen zu dürfen. Endlich erfüllt sich ihr Wunsch und sie wird dem Computerfreak Elias zugeteilt, der so wie sie, 15 Jahre alt ist. Nach kurzer Zeit kann er sie plötzlich sehen und das ist nach Himmelsregeln strengstens untersagt. Und das sind nicht die einzigen Schwierigkeiten, die Lilith bekommt...

"Himmlich verliebt" kombiniert eine süße Engelsgeschichte mit dem Leben eines modernen Teenagers. Diese Kombination fand ich kreativ und hat mir gut gefallen.
Lilith ist besonders süß und möchte unbedingt als Schutzengel "arbeiten". Elias dagegen wirkt anfangs nicht so sympathisch. Er lebt nur für seine Computerspiele und benimmt sich auch nicht besonders nett seiner Mutter gegenüber. Zu Lilith ist er jedoch immer sehr süß.
Die Geschichte ist vom Schreibstil sehr einfach gehalten und ist auch ab 12 Jahren empfohlen. Manchmal war es mir fast schon zu schlicht, auch wenn ich sonst sehr gerne YA-Geschichten lese.



Elias lernt auch seine Schulkameradin Merle näher kennen und fängt an, Merle auch sehr nett zu finden. Dennoch schlägt sein Herz für Lilith. Die Autorin schafft es im Laufe der Geschichte, ein ungewöhnliches Abenteuer mit in die Geschichte zu packen, bei dem es plötzlich sehr nützlich ist, dass Elias ein Computerspiele Liebhaber ist.

Ob alle Elemente immer vollkommen und bis ins letzte Detail logisch bzw. wahrscheinlich sind, sei mal dahin gestellt. Es ist z.B. sehr praktisch, dass Merle ein Engelskartenspiel hat und so Elias auf das Thema aufmerksam macht (er glaubt vorher überhaupt nicht an Engel). Praktischerweise kann er Lilith auch kurze Zeit später sehen. Das ging alles doch etwas sehr schnell und war auch von sehr vielen Zufällen geprägt.
Das Ende hat mir auch nicht gefallen, denn ich hatte mir sehr ein klassisches Happy End gewünscht, was es leider nicht gab.

Himmlich verliebt ist eine kreative Engelsgeschichte, die mit guten Ideen punktet. Allerdings ist die Umsetzung doch eher für jüngere Leser interessant; das Buch ist entsprechend ab 12 Jahre deklariert. Das es kein klassisches Happy End gibt, hat mir nicht so gut gefallen wie die vielen "Zufälle", die nötig sind, damit die Story "weiter geht". 


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