Freitag, 30. Mai 2014

Rezension - Stranwyne Castle von Sharon Cameron (young adult)

Bild: Egmont INK
Erschienen: Mai 2014
Ausgabe: Klappnenbroschüre
Seiten: 352 Seiten

ISBN:
978-3-86396-009-4

Buch: 14,99 EUR
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Stranwyne Castle entführt die Leser in eine geheimnisvolle etwas fremdartige Welt und wir versuchen uns mit der jungen Katherine darin zu Recht zu finden.



Katherine lebt bei ihrer ungeliebten Tante und ist von dieser abhängig, denn als junge Frau bleiben ihr nicht viele Möglichkeiten. So stimmt sie auch widerwillig zu, als ihre Tante sie zu ihrem reichen Onkel, Frederick Tulman, schicken möchte. Sie soll den Beweis dafür finden, dass dieser verrückt geworden ist und das Familienvermögen zum Fenster hinauswirft. Doch was wirklich auf Stranwyne Castle vorgeht, ist sehr viel vielschichtiger als sie zunächst gedacht hat...


Stranwyne Castle überzeugt von Anfang an mit einer leicht gruseligen Atmospähre und schrägen Mitbewohnern. Vor allem ihr Onkel ist tatsächlich sehr neben der Spur. Er lebt für seine Erfindungen, die teilweise genial, teilweise auch etwas merkwürdig sind.
Von Anfang an schlägt Katherine Ablehnung entgegen, denn trotz seiner schrägen Art ist ihr Onkel Tulman sehr beliebt bei den Bewohnern des Schlosses. Auch Lane, der Assistent von Onkel Tulman steht ihr kritisch gegenüber, auch wenn Katherine merkt, dass Lane ihr Herz höher schlagen lässt.

Ich finde, diese gruseligen Aspekte hat die Autorin gut beschrieben. Dadurch, dass wir genau wie Katherine nicht genau wissen, was vorgeht und welche Motive der ein oder andere verfolgt, wirkt alles sehr geheimnisvoll. Da ist z.B. der stumme Junge Davy, der immer mit seinem Hasen durch die Gegend läuft und oft durchs Schloss streift und teilweise in Bereiche der Burg vordringt, die schon lange in Vergessenheit geraten sind. 

Generell lässt sich für mich Stranwyne Castle nicht so gut in ein bestimmtes Genre einordnen. Es spielt in der Vergangenheit, da Napoleon gerade den Krieg verloren hat. Die ganzen skurrilen Erfindungen sorgen fast durchgehend für ein leichtes Gruseln.

Die Liebesgeschichte schwingt im Hintergrund mit und ergänzt die Geschichte sehr schön. Katherine selbst entwickelt sich weiter und schließt die skurrilen Bewohner langsam nach und nach in ihr Herz.


Stranwyne Castle überzeugt mit einer einzigartigen Grusel-Atmospähre, in der die junge Katherine moralisch hin- und hergerissen ist, zwischen dem was richtig ist und der Entscheidung, die ihre Zukunft sichert. Mich hat die etwas ungewöhnliche Story überzeugt und ich vergebe Sterne.

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