Montag, 11. August 2014

Rezension - Malibu Blues von Kim Henry (contemporary)

Cover: Sieben Verlag
Erschienen: Juli 2014
Ausgabe: ebook
Seiten: 474
 Seiten
ISBN: 978-3-864434-43-3
Buch: 14,90 EUR (ebook: 6,99 EUR)
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Eine Frau mit zerbrochenen Träumen. 
Ein Mann, der keine Ziele mehr hat. 
Eine unmögliche Beziehung. 



Cassidy Devlin ist verzweifelt, denn sie benötigt dringend Geld für die Versorgung ihrer schwer kranken Mutter. Der Job als persönliche Assistentin in einem Luxushotel scheint ihre Chance zu sein, doch sie hat nicht damit gerechnet, auf den berühmten Filmkomponisten Nikolaj Kasharin zu treffen...
Für Nikolaj ist Hollywood ein Haifischbecken, an das er sich angepasst hat. An große Gefühle oder die Liebe glaubt er schon lange nicht mehr...bis er Cassidy begegnet, die ganz ungewohnte Gefühle in ihm weckt.


Cassidys Augen leuchten schon lange nicht mehr. Sie hat die Hoffnung auf ein besseres Leben für ihre Mutter und sich schon fast aufgegeben. Dennoch will sie nicht aufgeben und wünscht sich ein unabhängiges Leben. Aus jeder Geste spricht ihre Loyalität und ihre Ehrlichkeit, aber auch etwas Naivität. An ihr ist nichts Falsches und das fand ich wirklich faszinierend, einfach, weil es so selten ist.


Den Gegenpol dazu bildet Nikolaj. Er ist bequem, moralisch nicht so wahnsinnig festgelegt und einfach nur, weil es so verdammt bequem ist, schläft er mit seinen Assistentinnen. Nur durch seine Musik kann er seine wahren Gefühle ausdrücken, denn diese ist sehr intensiv und wahnsinnig gefühlvoll.

Man merkt als Leser, dass Nikolaj ein zutiefst gespaltener Charakter ist. Warum das so ist, offenbart sich auch langsam im Laufe der Geschichte. Mit seiner schroffen Art, stößt er Cassidy auch das ein oder andere Mal vor den Kopf und gefährdet die zarten Gefühle, die sich langsam entwickeln.
Auch hinter Cassidy steht eine traurige Geschichte, die nach und nach ans Tageslicht kommt. Danach habe ich sie umso mehr bewundert, dass sie trotz einer ziemlich verzweifelten Lage nie den Kopf in den Sand gesteckt hat.

Die Liebesgeschichte ist von vielen Hürden geprägt und von viel Selbsterkenntnis auf Nikolajs Seite. Der wunderbar gefühlvolle Schreibstil von Kim Henry trägt sein übriges dazu bei, dass man sich als Leser fast vollkommen in der Geschichte verlieren kann.

Interessante Nebencharaktere wie Nikolajs Manager Remy sind mir ebenfalls ans Herz gewachsen. Ich wünschte, er würde seine eigene Geschichte bekommen.

Eine ergreifende, sehr bewegende Lovestory zwischen zwei Personen, die jeder für sich eigentlich gebrochen sind und doch zusammen wieder Hoffnung schöpfen. Ein wundervolles Buch, welches ich allen ans Herz legen möchte!


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