Dienstag, 25. November 2014

Rezension - Pinguine lieben nur einmal von Kyra Groh (contemporary)

Cover: Blanvalet
Erschienen: September 2013
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 384 Seiten 
ISBN:
978-3-442-38044-2
Buch: 9,99 EUR 
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"Pinguine leben nur einmal" ist Kyra Grohs erster veröffentlichter Roman.




Felicitas, von ihren Freunden kurz Feli genannt, ist eine kleine Chaotin. Ihr Zimmer sieht immer aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte und sie ist fürchterlich unorganisiert. Ihre große Sucht sind die Sat1 Liebesromane, die sie jede Woche mit großer Begeisterung schaut. 
Als sie einen Blick auf ihren neuen Nachbarn Janosch wirft, ist es um sie geschehen. Doch Feli tappt von einem Fettnäpfchen ins nächste und scheint alle Chancen gleich zu Anfang zu verspielen...


Die Geschichte rund um Feli ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die den Abschnitten eines typischen Liebesfilms entsprechen. Die Idee fand ich schon mal sehr witzig und kreativ, vor allem, weil alle Beteiligten vor jedem Abschnitt nochmal auf lustige Weise vorgestellt wurden.

Feli selbst ist keine ganz einfache Person, denn sie ist sehr chaotisch und manchmal leider auch ziemlich planlos. Sie lebt mit ihrem schwulen Mitbewohner Cem zusammen, der auch gleichzeitig ihr bester Freund ist. Die Autorin lässt uns hautnah an den Gedanken von Feli teilhaben, die manchmal auch wild durch die Gegend hüpfen.

Ihr neuer Nachbar Janosch hat es ihr ziemlich angetan, doch Janosch ist blind und damit ist der Alltag für ihn nicht immer so einfach. Ihr erstes Kennenlernen ist nach Feli-Art auch ziemlich peinlich und nicht unbedingt der ideale Start für die große Liebe. Doch Feli lässt sich nicht unterkriegen.

Obwohl die Art von Feli sehr liebenswert ist, muss ich gestehen, dass es mir manchmal einfach einen Tick zu viel war. Das mag daran liegen, dass ich persönlich das absolute Gegenteil von Feli bin. Denn mit viel Chaos muss man auf jeden Fall in Felis Leben rechnen, auch wenn Janosch ein guter Gegenpol ist. Er ist eher ruhig, sehr organisiert und weiß, was er möchte. 
Seine Blindheit wird auch thematisiert und es steht auch die Frage im Raum, ob jemand Blindes wirklich eine ausgeglichene Beziehung mit jemand Sehendem führen kann. Dass sich die Autorin auch damit auseinander gesetzt hat, fand ich gut.


In "Pinguine lieben nur einmal" steht die liebenswert-chaotische Feli im Mittelpunkt des Geschehens. Wie in einem klassischen Liebesfilm, die sie so mag, entwickelt sich vor dem Leser auch ihre Beziehung zu ihrem neuen Nachbarn Janosch. Wie es doch noch zum Happy End kommt, müsst ihr selbst lesen :-)

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