Samstag, 18. April 2015

Rezension - Flötenzeit von Nikola Hotel (zeitreise)

Cover: Nikola Hotel
Erschienen: März 2015  
Ausgabe: ebook
Seiten: 422 Seiten
ISBN: 
9789963527724 
Buch: 3,99 EUR
Hier geht`s zur Seite von Autorin Nikola Hotel



Flötenzeit ist ein Zeitreiseroman, der parallel im Heute und Anfang des 20. Jahrhunderts spielt.



Julia ist nach dem Tod ihres Großvaters plötzlich Villenbesitzerin und möchte diese nach dem Ausräumen verkaufen. Doch als sie dort für einige Zeit einzieht, geschehen merkwürdige Dinge: Sie hört geheimnisvolle Flötentöne, auf dem Foto ihres Smartphones ist plötzlich das Foto eines jungen Mannes zu sehen und es plagen sie immer öfter schreckliche Kopfschmerzen.
Sie beschließt, Nachforschungen anzustellen und muss erkennen, dass die Vergangenheit manchmal viel näher ist, als man ahnt...

Ich habe mich sehr auf die Lektüre von Flötenzeit gefreut. Das wunderschöne Cover und der neugierig machende Klappentext haben mich voll überzeugt.
Julia ist eine sympathische Protagonistin, die mit Männern bisher nicht so viel Glück hatte. Sie fühlt sich in dem großen Haus etwas einsam, doch die merkwürdigen Vorkommnisse beunruhigen sie, machen sie aber auch neugierig.


Hier gibt es viele interessante Situationen, wo Vergangenheit und Gegenwart sich überlagern und Julia sich plötzlich in der Vergangenheit wieder findet. Das hat mir richtig gut gefallen.

Den jungen Mann, den sie immer wieder in der Vergangenheit erahnt, ist Clemens, mit dem sie auf seltsame Weise verbunden scheint. Auch er ist ein toller Charakter, der seinen Traum, mit Pflanzen zu arbeiten hartnäckig und auch gegen den Willen seiner Eltern verfolgt. Aus seiner Perspektive und Zeit werden ebenfalls viele Szenen und Gedanken geschildert, was interessante Einblicke in die damalige Zeit gegeben hat. Heroin als Hustenmittel für Kinder? Ja, das hatte ich bis jetzt noch nicht gewusst :-)

Leider gab es auch einige Aspekte, die mir nicht so gut gefallen haben. Da war einmal die Tatsache, dass die Autorin auch in der Vergangenheit sehr in den Zeiten springt und Julia immer wieder zu völlig unterschiedlichen Momenten dort landet. Ich war teilweise sehr verwirrt: Einmal wusste Clemens, wer Julia ist; einmal war er schon unsterblich in sie verliebt während Julia ihn zum ersten Mal sieht und er ihr von der Beziehung erzählt, einmal ist es genau umgekehrt. Ich bin einfach sehr durcheinander gekommen und konnte chronologisch nicht mehr so ganz folgen. 

Zudem konnte ich nicht ganz nachvollziehen, warum sich die beiden ineinander verlieben. Die kurzen Momente, die sie zusammen haben, reichen meiner Meinung dafür nicht aus, denn es dauert doch viele Seiten, bis sich die beiden wirklich mal gegenüber stehen.

Flötenzeit hat eine tolle Grundidee. Leider war ich irgendwann von den Zeitsprüngen und dem Wissensstand der Protagonisten in der jeweiligen Zeit so verwirrt und konnte daher die Geschichte nicht mehr richtig genießen.




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