Dienstag, 11. August 2015

Rezension - Die Welt ist kein Ozean von Alexa Hennig von Lange (young adult)

Cover: cbt
Erschienen: Juli 2015 
Ausgabe: Klappbroschüre
Seiten: 352 Seiten 
ISBN: 978-3-570-16296-5
Buch: 14,99 EUR 
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Die 16-Jährige Franzi hat genug von ihrer überfürsorglichen Mutter und hat sich u.a. genau deshalb für ein Praktikum in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche beworben. Sie landet in einer komplett anderen Welt jenseits der Normalität und trifft u.a. auch den 18-Jährigen Tucker. Dieser zieht am Liebsten stundenlang im Schwimmbad seine Bahnen und spricht seit einem traumatischen Erlebnis kein Wort mehr. Tucker und Franzi scheinen sich jedoch auch nonverbal unterhalten zu können, denn er berührt Franzis Herz auf besondere Weise....


In "Die Welt ist kein Ozean" hat sich die Autorin wahrhaft einen ungewöhnlichen Handlungsort ausgesucht, denn ungefähr 2/3 der Handlung spielen in besagter psychiatrischer Klinik. Ich fand es auch wahnsinnig spannend, denn das ist nichts, was man aus dem Alltag kennt. So gibt es z.B. Bulimiepatienten oder eben auch Patienten wie Tucker mit Mutismus.


Franzi fügt sich auch recht gut ein mit ihrer feinfühligen Art und auch zu Tucker spürt sie gleich eine besondere Verbindung. Hier zeigt die Autorin, wie viel man sich wirklich sagen kann, OHNE etwas laut auszusprechen. Viele Gesten oder Blicke sagen eben mehr als 1000 Worte.

Tucker selbst hat mich sehr berührt und auch Franzi war mir sofort sympathisch. Obwohl sie nicht auf den Mund gefallen ist, ist sie sich gar nicht bewusst, was für eine Hübsche sie ist und hat entsprechend kaum Erfahrungen mit Jungs. Ihr zur Seite steht ihre beste Freundin, die so ziemlich das Gegenteil von ihr ist: Sie modelt gerne, macht sich viel aus Klamotten und mag One Night Stands.

Mit Die Welt ist kein Ozean hebt sich die Autorin wohltuend von den aktuell erscheinenden Romanplots ab und präsentiert eine sehr sensible zarte Liebesgeschichte, dir mir richtig gut gefallen hat.


Die Welt ist kein Ozean behandelt das Thema Mutismus, welches mir unbekannt war. Das verwebt die Autorin mit einer tollen sensiblen Liebesgeschichte, bei der die Seiten nur so dahin geflogen sind.



Kommentare:

  1. Hey =)

    Ich fand das Buch auch richtig gut und die Idee das ganze in einer Psychiatrie spielen zu lassen ist wirklich mal was anderes. Sehr interessante und wie ich finde auch realistische Einblicke in den Alltag der Insassen. Aber was das angeht, profitiert die Autorin wahrscheinlich von ihren eigenen Erfahrungen damit.
    Wer mir gar nicht gefallen hat, war Nelli, mein Gott was ging die mir auf die Nerven. Ich fand's auch blöd, dass Franzi ihr ständig alles recht machen wollte.
    Und ganz realitätsnah war die Einbindung einer zweiwöchigen Praktikantin in den Klinikalltag und die Therapie auch nicht, aber das ist meckern auf hohem Niveau. Gefallen hat's mir trotzdem =)

    LG
    Anja

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    1. Hi Anja,

      ja Nelli fand ich auch etwas schwierig. Ich hatte ein bissl das Gefühl, sie will Franzi "klein" halten. Ja stimmt innerhalb von 2 Wochen das Ganze aufzuziehen, war ein sehr kurzer Zeitraum.

      LG Desiree

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  2. Hey meine Liebe,

    die Geschichte hört sich sehr interessant an und ich denke, dass sie auch gleichzeitig zum Nachdenken anregen kann. Gerade wenn man sich mit den Krankheiten nicht auskennt.
    Ich werde mir das Buch auch mal etwas genauer anschauen.

    Vielen Dank für die Vorstellung.

    Liebe Grüße,
    Ruby

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