Samstag, 29. August 2015

Rezension - Willkommen in Hawks von Juliane Käppler (young adult)

CoverL Juliane Käppler
Erschienen: Februar 2015
Ausgabe: ebook
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 
978-1507732892
Buch: 5,99 EUR
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Willkommen in Hawks ist ein Jugendroman, der größtenteils in Amerika im kleinen Ort Hawks spielt.



Die 17-Jährige Charlotte Engel soll das Jahr in Hawks, Michigan, bei ihrer Großmutter Lucy verbringen. An sich freut sie sich, mehr Zeit mit ihrer Oma zu verbringen, allerdings liegt Hawks sehr abgelegen vom Schuss. Trotzdem findet Charlotte mit ihrer offenen Art schnell Freunde und lernt an der Schule auch den Bad Boy Cameron McCready kennen.
Die beiden kommen sich näher doch plötzlich muss Cameron unschuldig ins Gefängnis. 5 Jahre vergehen bis sich die beiden wiedersehen, doch der Täter von damals hat noch eine Rechnung offen...

Charlotte ist eine sehr sympathische Protagonistin, die sich nicht dem Mainstream anpasst und schon dadurch auffällt, dass sie sich nicht verbiegen lässt. Sie ist sehr selbstständig und findet schnell Freunde, so auch in Hawks.
Cameron hat es alles andere als einfach. Seitdem seine Mutter nicht mehr da ist, flüchtet sich sein Vater in Alkoholexzesse und kümmert sich auch nicht mehr um das Einkommen der Familie, seine Autowerkstatt. Das bleibt alles an Cameron hängen und hat auch Einfluss auf seine schulischen Leistungen.


Generell fand ich den Storyverlauf interessant gestaltet: Charlotte und Cameron lernen sich ganz langsam kennen bis zu einem Ereignis, dass dazu führt, dass sich die beiden 5 Jahre nicht sehen, denn Cameron muss ins Gefängnis.

Auch die anderen Charaktere waren recht interessant gestaltet, wobei ich dem ganzen Kleinstadttratsch und Lucys eher strengeren Art nicht so viel abgewinnen konnte. Ein 17-Jähriges Mädchen, welches nicht die Pille nehmen soll in der Hoffnung, dass sie dann keinen Sex hat? Tratschende Nachbarn? Davon gibt es in Hawks sehr viele und auch Vorverurteilungen (in Bezug auf Cameron) sind schnell gefasst.

Was mir leider nicht so gut gefallen hat, war der Schreibstil. Er ist sicherlich anspruchsvoll, aber wirkte auf mich auch sehr distanziert. Ich konnte die Verliebtheit der beiden nicht richtig nachempfinden. Zu allen Personen baute man eine gewisse Distanz auf, was natürlich bei intensiven Gefühlen eher negativ ist. So konnte mich die Geschichte von Charlotte und Cameron einfach nicht richtig berühren. Dies wurde durch Camerons sehr unvorhersehbares Verhalten noch verstärkt. Er reagiert manchmal eher untypisch und stößt Charlotte oft von sich, was die sowieso schon schwierige Liebesgeschichte noch schwerer zu fassen macht.

Trotz interessanter Story konnte mich Willkommen in Hawks nicht packen. Die Protagonisten und ihre Gefühle füreinander wirkten auf mich durch den Schreibstil sehr distanziert. 





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