Donnerstag, 19. November 2015

Rezension - Bernsteintränen von Izabelle Jardin

Cover: Amazon Publishing
Erschienen: November 2015
Ausgabe: ebook
Buch: 4,99 EUR

Seiten: 388 Seiten
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Nicola arbeitet als Justitiarin bei einem international agierenden Unternehmen. Ihr Job und ihre Karriere stehen für sie an erster Stelle, das wurde ihr auch aus ihrem Elternhaus so mit gegeben. 
So fährt sie zwischen den Jahren nach Polen, um hier ein Grundstück und die Gegebenheiten vor Ort zu sichten. Dort begegnet sie nicht nur einem sehr interessanten Mann, der ihr Leben auf den Kopf stellt, sondern entdeckt auch geheimnisvolle Papiere, die eine bewegende Geschichte aus dem 2. Weltkrieg erzählen....


Bernsteintränen hat mit Nicola eine taffe Protagonistin, die mit Männern bisher nicht viel Glück hatte. Ihre letzte Trennung kurz vor Weihnachten hat sie schwer getroffen und so nutzt sie die Chance auf ein wenig Abwechslung und fährt beruflich nach Polen, ins Land des Bernsteins.


Leider dauert es doch eine ziemliche Weile bis die Geschichte in Schwung kommt und wirklich (etwas in meinen Augen) Interessantes passiert. Auch die Fahrt nach Polen hätte man in meinen Augen gerne etwas kürzer darstellen können :-)

Interessant sind die zwei Handlungsstränge, welche uns die Autorin präsentiert: Der eine in der Gegenwart rund um Nicola und der andere rund um den zweiten Weltkrieg. Hier lernt der Leser die geheimnisvolle E. kennen, die über ihr Leben in Ostpreußen im zweiten Weltkrieg berichtet, über den harten Kampf ums Überleben, über eine verbotene Liebe und eine gefährliche Flucht. Dieser Handlungsstrang hat mich berührt und mir wirklich gut gefallen.
Leider kann ich das von Nicolas Geschichte nicht behaupten. Weder sie noch der Mann, den sie interessant findet, fand ich sooo sympathisch. Zudem sprechen die beiden nicht wirklich über ihre Wünsche sondern deuten eher nur bestimmte Dinge an, was ich ebenfalls nicht so gerne mag. So hat Nicolas Romanze mich nicht richtig berührt und konnte mich nicht packen. 

Gut gefallen hat mir hingegen wie die Autorin am Ende beide Geschichten zusammen verknüpft. Hier war zwar sehr viel Zufall im Spiel, doch das war wohl auch der Autorin bewusst und sie nutzt das Stilmittel des "Schicksals" um das zu erklären :-) Das fand ich ganz gut, um so das doch relativ unwahrscheinliche mit einer Erklärung zu versehen.


Letztlich konnte mich die Autorin nur mit einer ihrer Geschichten im Land des Bernsteins richtig packen, nämlich dem Handlungsstrang aus der Vergangenheit. Nicolas Geschichte in der Gegenwart konnte mich leider nicht richtig berühren, vor allem da es generell etwas dauert bis die Handlung Fahrt aufnimmt.


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