Donnerstag, 26. November 2015

Rezension - Young World: Die Clans von New York von Chris Weitz (Hörbuch) über eine Welt, in der nur die Teenager überlebt haben

Cover: Oetinger Media
Erschienen: Oktober 2015
Ausgabe: Hörbuch
Hörspielzeit: 536 Minuten
ISBN: 978-3-8373-0904-1
Buch: 19,99 EUR
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Eine Seuche wütet und alle Erwachsenen und kleinen Kinder sterben. Die übrig gebliebenen Teenager kämpfen ums Überleben genau wie der Washington Square Clan. Hier leben u.a. Jefferson, welcher den Clan nach dem Tod seines Bruders anführt und Donna. Das Chaos ist groß, vieles in New York ist schon zerstört und geplündert und es haben sich auch feindselige Clans gebildet, welche kämpfen wollen: Um Nahrung, Gewehre, Frauen...Als es einen kleinen Lichtblick gibt, um evtl. die Krankheit zu heilen, an der alle unweigerlich mit rund 18 Jahren sterben, begeben sich Jefferson, Donna und einige andere Freunde auf eine gefährliche Reise...

Die Geschichte wird abwechselnd aus Donnas und Jeffersons Sicht erzählt. Jefferson ist ein Anführer wider Willen, der jedoch etwas hat, was vielen fehlt: Hoffnung. Hoffnung, dass sich aus dieser schrecklichen Katastrophe doch noch eine Möglichkeit zum Überleben ergibt.


Donna hat diese Hoffnung nicht. Sie hängt in ihren Gedanken oft in ihrem alten Leben und denkt viel an ihren kleinen Bruder, der an der Krankheit starb. Dennoch ist sie taff und hält mit ihren Gedanken nicht hinterm Berg. 

Die Spur, die evtl. zu einer Heilung der Krankheit führt, kommt von Brainbox. Er ist das Genie des Washington Square Clans und zusammen beginnt eine gefährliche Reise durch ein halb zerstörtes New York. Diese Reise steckt voller Gefahren, die vor allem von anderen Clans ausgehen. So weiß man als Hörer/Leser eigentlich nie, was als nächstes geschieht.
Hier war der Autor sehr kreativ und ich fand die verschiedenen Clans, die alle andere Gesellschaftstrukturen aufgebaut haben, sehr interessant. Meist herrscht hier das Recht des Stärkeren und die Schwachen müssen sich entweder verstecken oder unterjochen lassen. Man stellt sich als Leser schon die Frage, ob sich Anstand und Moral tatsächlich so schnell auflösen können, wie das bei manchen Clans der Fall ist.

Es gibt auch einen kleinen Handlungsstrang, welcher sich um Jeffersons Gefühle für Donna dreht. Er ist schon sehr lange in sie verliebt, traut sich aber nicht, ihr seine Gefühle zu gestehen.Das Ende hat mich sehr überrascht, denn es geschieht etwas völlig Unvorhergesehenes und ich bin verdammt neugierig, wie es weiter geht.

Die Sprecher fand ich toll. Sie haben "junge" Stimmen, die perfekt zu Teenagern gepasst haben. Zudem gibt es generell verschiedene Sprecher, was es einfacher macht, dem Geschehen in der Gruppe zu folgen.


Spannende Endzeitdystopie, in der nur die Teenager einen Virus überleben. Super als Hörbuch! Dadurch, dass man nie weiß, was im halbzerstörten New York passiert, ist der Spannungslevel sehr hoch. 


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