Dienstag, 9. August 2016

Rezension - Das Spiel von Liebe und Tod von Martha Brockenbrough

Cover: Loewe Verlag
Erschienen: Juni 2016
Ausgabe: ebook
Seiten: 400 Seiten
ISBN:
978-3-7855-8262-6
Buch: 9,99 EUR
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Das Spiel zwischen Liebe und Tod - es besteht schon seit Jahrtausenden. Entscheiden sich die Paare für die Liebe zueinander, gewinnt Liebe. Trennen sie sich, triumphiert Tod und beide müssen sterben.

Diesmal haben sich Tod und Liebe für zwei Spieler mitten in den 30er Jahren entschieden. Henry stammt aus gutem Hause und unterstützt seinen besten Freund Ethan bei dessen Arbeit bei der Zeitung. Doch Henrys heimliche Leidenschaft ist die Musik...und Sängerin Flora. Doch Flora ist schwarz und gemischte Paare sind im Seattle von 1937 ein Unding...


Was für eine absolut ungewöhnliche Geschichte! Die Geschichte spielt auf zwei Ebenen: Einmal begleitet man übergreifend Liebe und Tod bei ihrem Jahrtausende andauernden Spiel. Beide sind unsterblich, wobei Tod die wesentlich Mächtigere von beiden ist. Ich fand diese beiden Figuren faszinierend dargestellt. Beide sind etwas ungreifbar, was gut gepasst hat für Wesen, die so alt sind wie die Zeit, dennoch gibt es kleine Einblicke in ihre Gedankenwelt. So ist Liebe natürlich voller Mitgefühl, kann jedoch auch durchaus mal grausam sein. Tod hingegen sieht die Erinnerungen aller Seelen, doch sie hat durchaus auch Gefühle.


Henry und Flora waren sehr liebenswerte Figuren. Henry hat schon früh seine Eltern verloren. Er lebt bei seinem besten Freund Ethan, der wiederum als Redakteur für die Zeitung seines Vaters arbeitet. Henry ist ein treuer Freund, äußert loyal und sehr musikverliebt.

Diese Liebe zur Musik teilt er mit Flora. Flora ist Sängerin in einem Jazz-Nachtclub. Henry, als regelmäßiger Besucher, fällt ihr natürlich auf, dennoch will sie sich von ihm fernhalten. Gemischtrassige Freundschaften werden nicht gerne gesehen und überhaupt glaubt Flora nicht wirklich an die Liebe; diese verbindet sie mit Verlust und Schmerz. Ihre große Leidenschaft gilt dem Fliegen, was sehr ungewöhnlich ist, gerade für eine Frau.

Das Spiel ist von vornherein zeitlich begrenzt und beide, Liebe und Tod, greifen auch in das Geschehen ein und manipulieren es zu ihren Gunsten. Dennoch ist es der Autorin gelungen, mich davon zu überzeugen, dass alle Gefühle zwischen Henry und Flora absolut echt waren. Durch die mehr als schwierigen Umstände bekommt die Geschichte auch eine gewisse Tragik. Ich muss gestehen, dass ich am Ende auch ein paar Tränchen verdrückt habe.

Eine wunderbare herzzereißende Liebesgeschichte, absolut ungewöhnlich und eine wahre Perle, wie ich finde!
    

Kommentare:

  1. Huhu,

    das Buch klingt wirklcih gut. Ich habe schon im Laden damit geliebäugelt aber mit deiner Rezi ist es dann amtlich das ich es haben muss ^^. Es klingt einfach super *-*

    Tintengrüße von der Ruby

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  2. Hey Desiree,

    das hört sich nach einer wirklich sehr ungewöhnlichen Umsetzung an und ich glaube, dass das auch mich durchaus begeistern könnte. Vielen Dank für diese tolle Rezi und das neugierig machen auf das Buch ;)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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