Dienstag, 29. November 2016

Rezension - Alles was ich sehe von Marci Lyn Curtis

Cover: carlsen
Erschienen: März 2016
Ausgabe: ebook
Seiten: 432 Seiten
ISBN: 978-3-646-92879-2
Buch: 10,99 EUR
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Maggie ist seit einem halben Jahr blind und hat sich noch nicht gut in ihrem neuen Leben zurecht gefunden. Sie hat sich von ihren ehemaligen Freunden zurückgezogen und auch das Verhältnis zu ihren Eltern ist schwierig. Als sie aus Versehen stolpert und mit jemandem zusammen stößt, passiert das Unglaubliche: Sie kann plötzlich den 10-Jährigen Ben vor sich stehen sehen.

Sie freundet sich mit Ben an und kann ihr Glück kaum fassen, als sie herausfindet, dass Bens großer Bruder der Sänger ihrer absoluten Lieblingsband ist. Doch dieser lässt sie eiskalt abblitzen. Und Maggie findet heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann...


Alles was ich sehe hat mich positiv überrascht. Maggie war begeisterte und versierte Fußballspielerin und träumte von einer Profi-Karriere. Diese Leidenschaft teilte sie mit ihrer Mutter, die auf Grund einer Verletzung ihre Karriere begraben musste. Als Maggie eine Hirnhautentzündung bekommt und kurz darauf erblindet, stürzt sie in ein tiefes Loch.


Sie tut sich sehr schwer, die Braille-Schrift zu erlernen und auch das Zurechtfinden in der Öffentlichkeit klappt kaum. Von ihren Freunden zieht sie sich zurück. Das ändert sich, als sie mit dem 10-Jährigen Ben zusammen stößt und ihn plötzlich sehen kann. Ich fand die Idee ja total faszinierend und man fragt sich als Leser natürlich, was dahinter steckt.

Ben ist 10 und ziemlich altklug, aber auch wahnsinnig großherzig und lustig. Durch seine Behinderung lässt er sich nicht aufhalten und schwimmt u.a. aktiv im Schwimmverein. Ich mochte Ben total gerne und habe ihn absolut ins Herz geschlossen! Und er schafft es auch, Maggie aus ihrem Schneckenhaus zu locken!

Es gibt auch eine kleine Liebesgeschichte rund um Maggie und Mason, Bens größeren Bruder. Maggie findet Mason total faszinierend, doch dieser hält sie schlichtweg für ein Groupie und geht ihr aus dem Weg. Am Ende wird es noch mal richtig spannend, denn die Autorin lüftet das Geheimnis, warum Maggie Ben sehen kann....


Die Autorin erschafft in "Alles was ich sehe" eine interessante und gute Mischung: Sie zeigt, wie schwer es ist, mit großen Änderungen im Alltag zurecht zu kommen; wie wichtig Freundschaft ist und mixt das Ganze mit einer kleinen Liebesgeschichte. Ein guter Schuss Dramaturgie am Ende sorgt noch mal für viel Spannung!



Kommentare:

  1. Hallo Desiree,
    wenn ich das Buch nicht schon gelesen hätte, würde ich es an dieser Stelle nachholen. Es ist ein bezauberndes Buch mit einer sich stark entwickelnden Protagonistin und einem Nebendarsteller (damit meine ich natürlich Ben), den man nur ins Herz schließen kann.
    Liebe Grüße, Hibi

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  2. Hey Desiree,

    das hört sich nach einer wirklich schönen, aber auch teilweise traurigen Geschichte an. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass der kleine Ben das ganze etwas aufwertet und den Spaß nicht zu kurz bringt ;)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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