Freitag, 18. November 2016

Rezension - Der Weg zwischen den Sternen von Michelle Schrenk

Cover: Canim Verlag
Erschienen: September 2016
Ausgabe: ebook
Seiten: 322 Seiten

Buch: 2,99 EUR
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Es waren einmal ein Mädchen und ein Junge,
die sich versprachen, für immer zusammenzubleiben.
Doch alles kam ganz anders…


Sie waren 17 als sie sich zum ersten Mal trafen: Josy und Tim erlebten einen wundervollen Sommer und wollten für immer zusammen bleiben. Doch es läuft nicht so wie sie es sich wünschen und 10 Jahre später treffen sich die beiden durch Zufall wieder.

Josy steht kurz vor einer Hochzeit und geht einem eher ungeliebten Job in einer Werbeagentur nach. Tim hingegen hat seinen Traum wahr gemacht, ist durch die Welt gereist und ist inzwischen Reiseblogger. Das Wiedersehen rüttelt Josy auf und sie fängt an, ihr Leben in Frage zu stellen und sich zu fragen, wann sie eigentlich ihre Träume verloren hat.

Michelle Schrenk steht für sehr gefühlvolle Geschichte und das zeigt sie auch in "Der Weg zwischen den Sternen". Ein Märchen von Prinz und Prinzessin zieht sich durch die ganze Geschichte ebenso der Leitsatz "Der Weg zwischen den Sternen" als Sinnbild für eine glückliche Liebesgeschichte, was ich als eine sehr schöne Idee empfunden habe.

Josy ist sehr festgefahren in ihrem Alltag. Ihr Job in der Werbeagentur macht sie nicht glücklich und auch ihr Verlobter Marc hat nicht viel Zeit für sie, da er so viel arbeitet. Parallel plant ihre Mutter ihre Hochzeit und überfährt sie dabei häufig, nicht nur bei der Hochzeit. Josy hat sich damit abgefunden und erst die Begegnung mit Tim, ihrer Jugendliebe, rüttelt sie wach.

Denn Tim hat all seine Träume, auch gegen Widerstände, verwirklicht und versucht Josy die Augen zu öffnen. Das gelingt ihm mal mehr und mal weniger und ich empfand es als sehr romantisch, wie die beiden zweimal so richtig aus dem Alltag ausbrechen und kleine Abenteuer außerhalb des Alltags erleben. Schön fand ich auch die Hintergrundgeschichte um Josys Oma, die hier eine sehr wichtige Nebenprotagonistin ist.

So sehr ich die Geschichte mochte, fand ich Josy am Ende leider auch etwas nervig. Letztlich ist sie 30 und damit eine erwachsene Frau. Trotzdem ist sie gegen Ende so unentschlossen und es gibt ein ziemliches Hin und Her, was ich nicht nachvollziehen konnte. Auch Josys Mutter war schon fast klischeehaft in ihrem Bestreben, Josys Wünsche und Träume zu untergraben. Hier hat mir bei ihrem Charakter etwas Tiefe und eine differenziertere Sichtweise gefehlt. Diese haucht die Autorin ihr am Ende ein, als die Gründe für ihr Verhalten gegenüber Josy erklärt werden. Doch das hätte ich mir etwas früher gewünscht. 

Der Weg zwischen den Sternen ist einerseits eine wundervolle Liebesgeschichte, in der die Autorin ihr Können und Händchen für sehr gefühlvolle Stories zeigt. Allerdings hatte ich mit Josy als Protagonistin so einige Probleme, ebenso mit der Figur der Mutter.



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