Mittwoch, 30. November 2016

Rezension - The evil me von Stefanie Hasse

Cover: Impress
Erschienen: Oktober 2016
Ausgabe: ebook
Seiten: 340 Seiten
ISBN: 978-3-646-60228-9
Buch: 3,99 EUR
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Monica lebt in der Zukunft. Ein Mindlog im Einsatz zu haben ist ganz normal, denn so kann man alleine über seine Gedanken jederzeit mit anderen Personen Kontakt aufnehmen, etwas recherchieren etc. Deswegen wartet Monica auch schon sehnlichst auf ihren 18. Geburtstag, wenn ihr der Chip endlich eingesetzt wird.
Doch dann beginnen sich ihre Freunde merkwürdig zu verhalten; sie haben plötzlich Black Outs und tun Dinge, die Monica ihnen nie zugetraut hätte. Und was passiert eigentlich mit Monica, wenn sie sich nicht mehr an die bestimmte Zeiten erinnern kann?


The evil me hat mich alleine vom Titel schon total begeistert und ich war sehr gespannt, wie die Autorin die Zukunft gestaltet. Es dreht sich hauptsächlich um die MindLogs, welche den Trägern eingepflanzt und mit dem zentralen Nervensystem verbunden werden. Diese ersetzen u.a. das Smartphone und ermöglichen einen intuitiven Austausch.


Diese Idee ist gar nicht so weit weg von der Realität (die Pharmabranche z.B. forscht an solchen Geräte für eine automatisierte Medkamenteneinnahme), so dass sie mir wirklich gut gefallen hat. Im Zentrum der Geschichte steht Monica. Sie ist schon länger mit ihrem Freund Danny zusammen und ein fester Teil einer Clique. Als diese auf Grund kurioser Vorkommnisse auseinander bricht, steht Monica plötzlich ziemlich alleine da.

Die merkwürdigen Verhaltensweisen ihrer Freunde stellen Monica vor ein Rätsel und sie beginnt zusammen mit Nerd Ian nachzuforschen. Leider muss ich gestehen, dass ich Monica nicht so wahnsinnig sympathisch fand bzw. ich einfach zu wenig über sie als Person erfahren habe, als dass sie mir hätte ans Herz wachsen können.

Die Geschichte ist relativ rasant erzählt; es tut sich wahnsinnig viel und die Autorin treibt die Geschichte die ganze Zeit voran. Bald stellt sich heraus, dass es einen Gegenspieler gibt, in dessen Gedankenwelt man als Leser auch immer wieder eintaucht. Die Gedanken dieses Spielers waren sehr düster und grausam und man rätselt natürlich, wer dahinter stecken könnte. 

Stellenweise war die Handlung auch verwirrend, weil man einfach oft nicht wusste, wen man wirklich vor sich hatte und wer, welche Gedanken im Kopf hat. Wer, wie, was und warum haben sich einige Male geändert und so fand ich das Ende nicht schlüssig. Es ist auch nicht vollständig abgeschlossen; die Autorin lässt ein Hintertürchen für eine Fortsetzung auf.


Spannender Grundgedanke, der mir sehr gut gefallen hat. Die Umsetzung konnte mich dann leider nicht ganz packen, weder von den Protagonisten noch von der Handlung.

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