Mittwoch, 15. Februar 2017

Rezension - Rat der Neun Gezeichnet von Veronica Roth

Cover: cbt
Erschienen: Januar 2017
Ausgabe: Hardcover

Seiten: 291 Seiten
ISBN: 978-3-570-16498-3
Buch: 19,99 EUR

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Die Galaxie wird vom Rat der Neun beherrscht. Sie treffen Entscheidungen für alle Planeten. Neben dem Rat der Neun gibt es 3 Orakel: Sie können teilweise die Zukunft sehen und die Schicksale der Menschen, die damit bedacht sind, sehen. Diese Schicksale sind nicht veränderbar, können aber verschiedene Interpretationen zulassen.

Eines dieser Orakel ist Akos Mutter. Akos lebt mit seinen Eltern und zwei Geschwistern auf dem eher unbedeutenden Planeten Thuve, in dem immer eisiges Wetter vorherrscht. Schon seit Ewigkeiten wird das friedliebende Thuve von Shotteks bedroht. Als deren Herrscher Ryzek Akos und seinen Bruder entführt, scheint Thuve endgültig verloren. Doch Cyra, Ryzeks Schwester, steht nicht an der Seite ihres Bruders...

Als erstes lernt der Leser Akos und seine Familie kennen. Man bekommt einen ersten Einblick in das Leben auf Thuve und was es bedeutet, ein Orakel in der Familie zu haben, welches viele verschiedene Zukünfte sieht. Akos ist anfangs sehr jung, erst 14 Jahre alt und wie die anderen Thuvianer kein Kämpfer.


Cyras Schicksal hat sich schon in sehr jungen Jahren gezeigt: Sie leidet unter schrecklichen Schmerzen und kann diese auch an andere Personen weitergeben. Das kommt ihrem Bruder, dem Herrscher, zu Gute, denn er nutzt seine Schwester gerne dazu, um Geständnisse zu erpressen und Gefangene zu foltern. Als er Akos und dessen älteren Bruder entführt, treffen Cyra und er zum ersten Mal aufeinander. Denn Akos soll fortan an Cyras Seite bleiben. Cyra leidet sehr unter ihrem grausamen Bruder und dass sie in seinem Namen Gefangen foltert und tötet, macht ihr schwer zu schaffen.

Rat der Neun Gezeichnet ist ein 600 Seiten starkes Buch. Die Welt, die Veronica Roth erschaffen hat, ist recht komplex und von vielen unterschiedlichen Völkern bewohnt. Zudem ist die Stimmung durchweg eher düster und von ständigen Kämpfen und Intrigen geprägt. Am Besten lernt man die Gebräuche von Ryzek und Cyra kennen, die für Akos absolut fremdartig sind. Gerade dass so viel gekämpft wird, ist für ihn absolut ungewohnt und er hat es vor allem am Anfang schwer, sich zu beweisen. Teilweise hätte man für mich auch einiges etwas kompakter zusammenfassen können, denn ich fand schon, dass Rat der Neun einige Längen hat.

Cyra macht eine interessante Entwicklung durch: Geht es ihr anfangs nur ums Überleben, wächst ihr Akos doch unmerklich ans Herz. Damit ist sie jedoch auch erpressbar und letztlich muss sie eine Entscheidung treffen, auf wessen Seite sie steht.

Ich finde es schwer, das Buch zu beurteilen. Die Autorin hat eine interessante, recht komplexe, düstere Welt geschaffen, in der Krieg an der Tagesordnung ist. An einigen Stellen gab es kleine Längen, aber Cyras und Akos Geschichte hat mich auch gefangen genommen und ich wollte wissen, wie es mit den beiden weiter geht.


1 Kommentar:

  1. Hey Desiree,

    ich habe das Buch ja auch schon gelesen und fand es total klasse...man muss sich wirklich darauf konzentrieren und sich fallen lassen. Doch ich habe mich gut aufgehoben gefühlt und freue mich schon total auf die Fortsetzung. :)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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